Incrocio Manzoni

Der Manzoni Bianco 6.0.13, auch unter dem Namen Incrocio Manzonibekannt, ist der bekannteste Klon unter denen von Prof. Luigi Manzoni, Direktor der Önologischen Schule in Conegliano, während einer Reihe von Experimenten zur genetischen Verbesserung des Rebstocks durch Kreuzung und Hybridierung geschaffenen Klone.
In Italien begannen die Arbeiten zur genetischen Verbesserung von Rebsorten um das Jahr 1924. Einer der Pioniere in diesem Bereich war besagter Prof. Luigi Manzoni, der eine Reihe an Kombinationen in zwei verschiedenen Zeiträumen erforschte: die erste Serie von 1924 bis 1930, die zweite Serie von 1930 bis 1935, mit dem grundlegenden Ziel, einen Rebstock mit weißen Beeren und einen Rebstock mit schwarzen Beeren zu schaffen, die aufgrund ihrer Vorteile die bisher angebauten Sorten ersetzen könnten.

Nach Erstellung des Kreuzungsprogramms und Auswahl der Eltern, was grundlegend zum Erhalt guter Ergebnisse ist, wird die Kreuzung durchgeführt, die in drei Phasen erfolgt:
1. Emaskulation der Blüten der samentragenden Sorte (manuell wenige Tage vor Beginn der Blütezeit), sowie Ummantelung der vorbereiteten Trauben.
2. Sammlung des Pollens der Sorte, die als Vater gewählt wurde.
3. Bestäubung in dem Augenblick, in dem die Narben der Blüten empfänglich sind.

Die Mittel, die Herrn Prof. Manzoni zur Verfügung standen, waren nicht ausreichend, er hatte weder genug Personal noch genug Anbaufläche. Daher schuf er einen Weinberg mit Pflanzen verschiedenster Sorten, wobei sich das Problem ergab, diese kennzeichnen zu müssen.
Zunächst wurden die Kreuzungen mit zwei Zahlen gekennzeichnet. Dabei stand die erste Zahl für die Reihe, in der sich der Setzling befand, und die zweite Zahl für die Position des Setzlings in der Reihe.
Die zweite Serie dagegen wurde mit drei Ziffern gekennzeichnet, wobei in der Mitte stets eine „0“ steht. Vermutlich wurde diese Ziffer einfach eingeführt, um die Serien voneinander unterscheiden zu können. Die drei Nummern bezeichnen demnach die Reihe, die Serie und die Position des Setzlings in der Reihe.
Insbesondere der Incrocio Manzoni 6.0.13wurde während der zweiten Experimentierphase zwischen 1930 und 1035 geschaffen und bestand aus folgender Kombination:
Die Blüten der 13. Pflanze der 6. Reihe, ein Pinot Bianco, wurden mit dem Pollen eines Riesling Renano befruchtet.
Der Professor erhielt somit eine neue Sorte, die die besten Eigenschaften der französischen und deutschen Schule geerbt hatte. Der Pinot Bianco gewährleistete eine herrliche Struktur und einen hervorragenden Körper und der Riesling seinen Duft und seine aromatischen Überraschungen.
Der Manzoni Bianco 6.0.13 passt sich sehr gut an unterschiedlichste Klimabedingungen und Böden an, bevorzugt jedoch bergige, nicht kompakte, tiefe, frische und fruchtbare Böden und eine eingeschränkte Produktion.
Er besitzt eine kleine, konische oder zylindrische Traube, häufig mit einem Flügel und mitteldicht (das Gewicht liegt zwischen 80 und 150 Gramm). Die Beere ist mittelgroß-klein, rundlich und gelb-grün, die Schale ist dick, recht konsistent, mit mittlerer Bereifung und schmeckt aromatisch.
Der Incrocio Manzoni ist ein Wein mit angenehmem Körper, einem guten Gleichgewicht zwischen Alkoholgehalt, Säure und anderen darin enthaltenen Elementen. Seine Farbe ist ein typisches schwaches Strohgelb.
Aufgrund seiner Feinheit und Eleganz, seines leichten Alkoholgehalts und seines Säuregehalts wird er für die Herstellung hochqualitativer Weine verwendet; aus ihm entsteht ein feiner und delikater Wein, jedoch mit gutem Körper und herrlicher Balance.

Eine lange Weinbautradition und eine Auswahl an Weißweinen, Rotweinen und Passito, sowie Schaumweinen und Grappa

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